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„Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist…“, der ideale Weg, um spielerisch die Konzentrationsfähigkeit deines Kindes zu fördern! Der easypeasy Spieleklassiker kann euch langfristig dabei helfen, entspannt und gestärkt Hausaufgaben zu machen. Denn ihr übt damit die Aufmerksamkeit deines Kindes gezielt zu steuern. Eine ganz wichtige Sache, denn es ist die Vorstufe von Konzentration – und die wird zum Hausaufgaben machen bekannterweise gebraucht.
Aber schauen wir uns zunächst einmal an, was Konzentration überhaupt ist. Letztlich ist Konzentration das Endprodukt eines dreischrittigen Prozesses. An erster Stelle steht die Wahrnehmung. Dein Kind nimmt verschiedene Reize in seiner Umgebung wahr. Das können die Spielzeuge neben seinem Schreibtisch sein, die Poster an den Wänden oder das Trampolin draußen im Garten. Doch dein Kind sieht nicht nur Dinge, es riecht und hört auch Dinge: Den Geruch des Abendessens, das ein Stockwerk tiefer schon zubereitet wird oder die telefonierende Schwester im Nebenzimmer. Zudem fühlt es auch noch Dinge: Das kratzige Pullover-Schildchen oder ein mulmiges Gefühl im Bauch wegen eines Streits am Morgen in der Schule, der ihm nachgeht.
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Viele Reize = Dein Kind muss filtern
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Bei all diesen Wahrnehmungen muss dein Kind im zweiten Schritt nun eine bewusste Entscheidung fällen: Welchem dieser Reize schenke ich meine Aufmerksamkeit? Wünschenswerterweise natürlich den Hausaufgaben. Dafür muss dein Kind aber den visuellen Reiz der herumliegenden Spielzeuge ausblenden und seine Aufmerksamkeit voll und ganz auf die Schulaufgaben lenken. Genau das ist die große Kunst. Erst wenn wir es schaffen, unsere Aufmerksamkeit über einen längeren Zeitraum hinweg nur einer bestimmten Sache zu schenken, spricht man von Konzentration.
Doch was konkret ist ein „längerer Zeitraum“? Tatsächlich hängt das stark vom Alter und der Tagesform Deines Kindes ab. Schlaf, Ernährung, Bewegung, Motivation spielen eine große Rolle, genau wie die Lernumgebung: Wie viele ablenkende Reize bietet sie? Liegt viel Spielzeug herum? Oder ist der Raum eher „clean“? All diese Faktoren tragen dazu bei, dass sich dein Kind gut – oder eben nicht so gut auf seine Hausaufgaben konzentrieren kann. Gleichzeitig gibt es im Lerncoaching eine Faustformel die besagt, wie lange sich ein Kind im Schnitt konzentrieren kann. Diese lautet: Alter x 2. Danach kann sich ein 6 jähriges Kind etwa 12 Minuten am Stück konzentrieren, während ein 10-jähriges Kind schon 20 Minuten schafft. Diese Faustformel ist ein guter Anker, Erwachsene daran zu erinnern, wie häufig Schulkinder eine Pause brauchen. Oft muten wir Ihnen eine für ihr Alter viel zu lange Konzentrationsphase zu. In diesem Fall kann schon eine kleine Pause von drei, vier Minuten Wunder bewirken. Doch erwarte nicht, dass dies für dein Kind jeden Tag gleich funktioniert. Kinder sind kein Uhrwerk, daher bestätigen Ausnahmen die Regel.
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Alter x 2
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Konzentrationsfähigkeit fördern – aber spielerisch
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Kommen wir nun zu unserem oben genannten Spieleklassiker und dazu, wie er deinem Kind langfristig bei den Hausaufgaben hilft. Du beginnst mit „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist“ und ergänzt im zweiten Schritt ein Adjektiv (ein „Wie“-Wort). Beispiel: „gelb / gepunktet / klitzeklein“. Für Profis geht das natürlich auch mit zwei Adjektiven wie „grün und groß“ oder „klitzeklein und rund“. Dein Kind untersucht die Umgebung und nennt Lösungsideen. Besonders viel Spaß macht es deinem Kind, wenn ihr euch mit dem Raten abwechselt. Womit wir auch schon bei den Vorzügen des Spiels wären.
Ihr amüsiert euch miteinander und stärkt eure Beziehung.
Dein Kind übt, Dinge zu benennen und erweitert seinen Wortschatz.
Dein Kind übt, seine Aufmerksamkeit gezielt zu steuern, indem es beispielweise nur gelbe Dinge sucht – und genau das ist die Vorstufe von Konzentration!
Wenn Schulkinder geübt haben, ihre Aufmerksamkeit ganz gezielt zu steuern, dann fällt es Ihnen umso leichter, das später auch bei den Hausaufgaben umzusetzen und sich zu konzentrieren.
Pädagogischer Mehrwert: Braucht dein Kind drei, vier oder noch mehr Versuche, bis es den gesuchten Gegenstand errät, stärkt das nicht nur sein Konzentrationsvermögen, sondern auch das Durchhaltevermögen deines Kindes und seine Frustrationstoleranz. Es hat gelernt Rückschläge auszuhalten und dranzubleiben, bis es letztlich doch noch zum Ziel gelangt. Je schwieriger der Weg war, desto stolzer wird es auf sich sein, erfolgreich durchgehalten zu haben.
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Weitere Varianten
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Für größere (Schul-)Kinder kannst du das Spiel ganz leicht abwandeln. Zum Beispiel erhöhst du Spaßfaktor und Schwierigkeitsgrad, wenn ihr mit mehreren Spielern spielt. Du kannst Buchstaben einbauen: „Ich sehe was, was du nicht siehst und das beginnt mit A“. Du kannst auch anstatt den Anfangsbuchstaben den letzten Buchstaben wählen. Beim Stuhl zum Beispiel siehst du was, was dein Kind nicht siehst „und das endet auf L“.
Eine weitere Variante: Du nennst die Anzahl der Buchstaben. „Ich sehe was, was du nicht siehst, und das hat vier Buchstaben.“ Hier ist vom Glas über das Sofa bis hin zum Herd vieles möglich. Du kannst die Varianten auch ganz einfach kombinieren: „Ich sehe was, was du nicht siehst – es beginnt mit H und hat vier Buchstaben.
Spielt zudem einfach mal mit mehreren Spielern: Wer errät den gesuchten Gegenstand zuerst? So bekommt das Spiel einen spannenden Wettbewerbs-Charakter.
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